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Equal Pay Day: Frauen fordern Löhne und Renten, die zum Leben …

Equal Pay Day: Frauen fordern Löhne und Renten, die zum Leben reichen

An die Gehaltslücke zwischen Frauen und Männern erinnert der Equal Pay Day am 18. März. Der Equal Pay Day symbolisiert den Tag, bis zu dem Frauen über den Jahreswechsel hinaus arbeiten müssen, um rechnerisch auf das durchschnittliche Jahresgehalt ihrer männlichen Kollegen zu kommen. Die Kluft zwischen den Gehältern von Frauen und Männern beträgt noch immer rund 21 Prozent. Die niedrigeren Gehälter haben unmittelbare Auswirkungen auf die zu erwartenden gesetzlichen Renten.

Für gute Arbeit, gleichen Lohn und gerechte Renten

Die Altersversorgung bemisst sich nach Höhe und Dauer der im Erwerbsleben gezahlten Beiträge. Leider werden Frauen oft gering und auch schlechter bezahlt als Männer. Und sie arbeiten sehr viel mehr in Teilzeit, obwohl viele gerne Ganztagsstellen hätten. Trotz Arbeit leben viele Frauen an der Armutsgrenze oder darunter. Und auf die Ungleichheit der Löhne folgt die krasse Benachteiligung beim Alterseinkommen, das bei Frauen etwa 60 Prozent unter dem von Männern liegt. Wenn die jetzigen Regelungen zur gesetzlichen Rente unverändert bleiben und die Renten weiter sinken, steht künftig noch viel mehr Frauen ein Alter in Armut bevor. Damit alle Menschen von ihrer Arbeit leben und für ihr Alter vorsorgen können, haben ver.di und andere den Mindestlohn durchgesetzt, und seit Langem kämpfen wir gegen prekäre Arbeitsverhältnisse und für „Equal pay“. Nun haben alle Gewerkschaften im DGB eine gemeinsame Rentenkampagne gestartet, weil ohne einen echten Kurswechsel in der Rentenpolitik massenhafte Altersarmut droht. Wir fordern: Lohn und Rente müssen für ein gutes Leben reichen!

Entscheidend ist die gesetzliche Rente

Für Frauen ist die gesetzliche Rente die wichtigste und oft einzige Quelle der Alterssicherung. Der Zugang zu möglichst von Arbeitgebern finanzierten Betriebsrenten muss für Frauen verbessert werden, denn sie liegen auch bei dieser Form der Alterssicherung erheblich zurück. Und wer für seine Arbeit schlecht bezahlt wird und nur in Teilzeit arbeiten kann oder muss, hat es nochmal viel schwerer privat vorzusorgen.

Beim Rentenniveau zählt jeder Prozentpunkt

Für die Frage, ob Frauen im Alter in Würde leben können, ist das Niveau der gesetzlichen Rentenversicherung entscheidend, und von dessen weiterem Absinken wären Frauen noch stärker betroffen als Männer. Beim gesetzlichen Rentenniveau, das jetzt schon unter 48 Prozent gesunken ist und ohne Kurswechsel unter 43 Prozent sinken würde, setzen unsere Forderungen an.

Wir wollen die Stabilisierung des Niveaus bei 48 Prozent und im nächsten Schritt die Wiederanhebung auf rund 50 Prozent. Hinzukommen muss eine Aufwertung von geringen Renten und Erwerbsminderungsrenten auf eine deutlich über der Grundsicherung liegende Höhe. Und: Zeiten von Arbeitslosigkeit und Arbeit bei geringen Einkommen müssen spürbar rentenwirksamer angerechnet werden.

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