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Gute Rentenanpassung 1.7.18 - aber: 48% Rentenniveau gilt nur bis 2025

Eine ordentliche Steigerung der Renten

Eine gute Nachricht für Rentnerinnen, Rentner und alle, die es einmal werden wollen. Zum 1. Juli werden die Renten wieder deutlich angehoben: In den alten Bundesländern (aBL) um 3,22 %, in den neuen Bundesländern (nBL) um 3,37 %. Eine Rente von 1.000 Euro erhöht sich damit in den alten Bundesländern um rund 32 Euro, in den neuen Bundesländern um rund 34 Euro.

„Auch in diesem Jahr führen die gute Lage am Arbeitsmarkt und die Lohnsteigerungen der Vergangenheit zu besseren Renten. Das ist eine erfreuliche Nachricht für die über 20 Millionen Rentnerinnen und Rentner. Und es zeigt: Die gesetzliche Rente ist und bleibt die zentrale Säule der Alterssicherung in Deutschland“, kommentiert der frisch gekürte Bundesarbeitsminister Hubertus Heil die diesjährige Rentenanpassung und unterstützt damit unsere Forderungen aus der Rentenkampagne.

Auch in diesem Jahr zeigt sich, dass eine gute Lohnpolitik die beste Alterssicherungspolitik ist. Wenn die Menschen in sozial abgesicherten Beschäftigungsverhältnissen gut verdienen und die Löhne jährlich ordentlich angepasst werden, dann klappt es auch mit der Rente. Denn: Die Rente ist Spiegelbild des Erwerbslebens. Die gute Stimmung über die diesjährige Anpassung der Renten darf aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass das Rentenniveau weiter dramatisch sinken soll und für viele so Armut im Alter vorprogrammiert ist. ver.di fordert die neue Bundesregierung auf, die Einrichtung der geplanten Rentenkommission, die sich u.nter anderem die „nachhaltige Sicherung und Fortentwicklung der gesetzlichen Rentenversicherung“ zur Aufgabe gemacht hat, ernst zu nehmen.

Die Herausforderungen der Alterssicherungssysteme sind vielfältig, die Lage ernst und die Zeit drängt. Auch wenn das Rentenniveau bis 2025 auf heutigem Stand von 48 Prozent stabilisiert werden soll - die großen Herausforderungen beginnen danach. Umso wichtiger ist es, die Weichen rechtzeitig richtigzustellen, damit sowohl die aktuelle als auch die zukünftige Generation der Rentnerinnen und Rentner ausreichend abgesichert sind. Generationengerechtigkeit ist nicht nur eine Frage der Beiträge, sondern auch der daraus folgenden Leistungen.

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