Nachrichten

"Die Rente muss reichen" - Statement Dagmar König

"Die Rente muss reichen" - Statement Dagmar König

Wie altert man in Würde? Was will ich verändern? Was lässt Kinderaugen strahlen?
Mit diesen drei Fragen beschäftigt sich die aktuelle Ausgabe des 3+ Magazins der Süddeutschen Zeitung am 16.3.2018. Auf die Frage "Was will ich verändern?" antwortete unter anderem auch Dagmar König vom ver.di-Bundesvorstand. Ihr Anliegen ist es, sich mit ver.di für eine verbesserte gesetzliche Rente einzusetzen. Hier ihr Statement:

Wer sein Leben lang gearbeitet hat, soll sicher sein können, dass die Rente im Alter reicht – aber leider ist das häufig nicht der Fall. Betroffen sind vor allem Menschen in Niedriglohnberufen oder in Teilzeit, die krank und erwerbsgemindert sind oder Brüche in ihrer Erwerbsbiographie haben.
Ihnen hilft zumeist nicht das von der Politik favorisierte Drei-Säulen-Modell aus gesetzlicher Rente, Betriebsrente und privater Vorsorge: Dafür fehlt schlicht das Geld. Auch die Anerkennung von Erziehung- und Pflegeleistungen trägt nur teilweise zur Entlastung bei.
Stattdessen wächst der Anteil von Rentenbeziehenden, denen zusätzliche staatliche Transferleistungen wie Wohngeld oder Grundsicherung zustehen. Viele nehmen diese aus Unkenntnis oder Scham aber gar nicht in Anspruch. Eigentlich sollte sich die Lebensleistung eines Menschen auch in der Rente widerspiegeln und im Alter ein Leben in Würde ermöglichen.

Genau dafür setzt sich ver.di unter dem Motto „die Rente muss reichen“ ein: Wir brauchen gute Löhne, damit mehr Geld in die Rentenkasse fließt und etwas für private Vorsorge übrigbleibt. Wir wollen, dass mehr Beschäftigte eine betriebliche Altersversorgung erhalten. Wir brauchen ein stabiles Rentenniveau nicht unter 48 Prozent, um Altersarmut entgegenzuwirken. Und kleine Renten müssen angehoben werden, um von staatlichen Transferleistungen unabhängig zu werden. Erst wenn möglichst viele dieser Forderungen umgesetzt sind, können wir in Ruhe in den Ruhestand gehen.