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"Reiches Land – arme Rentner"

Frank Bsirske zum Tag der Arbeit

1. Mai-Demo in Wuppertal ver.di Demo am 1. Mai in Wuppertal

„Deutschland ist ein reiches Land, aber viele Menschen darin werden immer ärmer. Das ist ungerecht und unsozial“, betonte der Vorsitzende der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di), Frank Bsirske, in seiner Rede zum „Tag der Arbeit“ in Wuppertal. Vor den Demonstrierenden erhob er im Wahljahr 2017 eine klare Forderung an die Politik: „Wer in einem reichen Land nichts gegen Armutsrenten, Tarifflucht und eine marode öffentliche Infrastruktur tut, kann nicht erwarten, unsere Stimmen zu bekommen.“

Kundgebung in Wupperta zum 1. Mai mit Frank Bsirske ver.di Kundgebung am 1. Mai in Wuppertal mit Frank Bsirske

Bsirske mahnte einen Kurswechsel in der Rentenpolitik an. “Die Talfahrt des Rentenniveaus muss gestoppt und das Rentenniveau wieder auf etwa 50 Prozent angehoben werden. Nach jahrzehntelanger Arbeit muss die Rente reichen, um ein anständiges Leben führen und in Würde alt werden zu können“, forderte Bsirske in seiner Rede zum 1. Mai. Zeiten des Niedriglohnbezugs und der Arbeitslosigkeit müssten aufgewertet und der Bundeszuschuss erhöht werden.

Am vergangenen Freitag wurde im Bundestag über den Gesetzesentwurf zur Angleichung der Ost-West-Renten und die Verbesserung der Erwerbsminderungsrenten beraten. Bis zum 1. Januar 2025 sollen die Ostrenten voll an die Bezüge im Westen angeglichen werden. Der Sozialverband VdK hält die Verbesserungen für Menschen mit Erwerbsminderung für unzureichend. Schon heute seien 40 Prozent der Menschen, die in Haushalten von Erwerbsminderungsrentnern leben, von Armut bedroht.

Auf einen großen Wurf gegen das weitere Absinken des Rentenniveaus hat die Koalition verzichtet - Nahles hat dazu lediglich ein Konzept vorgelegt.

Rentenappell
Foto/Grafik: DGB

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