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Der ver.di-Vorsitzende Frank Bsirske zum Ergebnis der Bundestagswahl

Der ver.di-Vorsitzende Frank Bsirske zum Ergebnis der Bundestagswahl

Frank Bsirske Foto: Kay Herschelmann Frank Bsirske

„Das Er­geb­nis der Bun­des­tags­wahl ist für die Ge­werk­schaf­ten und für die Ar­beit­neh­me­rin­nen und Ar­beit­neh­mer in Deutsch­land al­les an­de­re als er­freu­lich. Die ho­he Zu­stim­mung zur AfD ist Aus­druck ei­nes rechts­ge­wen­de­ten so­zia­len Pro­tes­tes. Es ist auch der Aus­druck von Ängs­ten und Ver­un­si­che­run­gen, die durch Di­gi­ta­li­sie­rung, Woh­nungs­not und dro­hen­der Al­ter­s­ar­mut aus­ge­löst wur­den. Die SPD hat es nicht ver­mocht sich mu­tig und mo­bi­li­sie­rend ge­nug auf die­se The­men zu fo­kus­sie­ren.

Die Uni­on hat in Sa­chen Ren­te ein „Wei­ter so“ pro­pa­gier­t. Die Stra­fe folg­te auf den Fuß. Jetzt gilt es aus dem Wahl­er­geb­nis einen kla­ren Auf­trag für die neue Bun­des­re­gie­rung ab­zu­lei­ten: Sie muss sich den so­zia­len The­men im Land stär­ker wid­men. Es gil­t, in die öf­fent­li­che In­fra­struk­tur zu in­ves­tie­ren, vor al­lem in Bil­dung und in den so­zia­len Woh­nungs­bau. Es gil­t, pre­kä­re Ar­beits­ver­hält­nis­se ein­zu­däm­men, und es gil­t, mil­lio­nen­fa­che Al­ter­s­ar­mut durch einen Kurs­wech­sel in der Ren­ten­po­li­tik zu ver­hin­dern und die Ener­gie­wen­de so­zi­al flan­kiert vor­an­zu­brin­gen.

Die neue Bun­des­re­gie­rung wird sich dar­an mes­sen las­sen müs­sen, ob sie die so­zia­len Fra­gen an­packt und zu­kunfts­fest ge­stal­tet oder ob ein neo­li­be­ra­ler Kurs der so­zia­len Käl­te ein­setz­t.“