Der Rentenrechner

Das gesetzliche Rentenniveau sinkt politisch gewollt seit Jahren von 53 % (2004) auf heute 47,9 % und zukünftig – laut aktueller Gesetzeslage – auf bis zu 43 % (2030). Vielen droht der Gang zum Sozialamt. Prekäre Beschäftigung, schlecht bezahlte Teilzeit und Minijobs führen fast immer zu Altersarmut. Diesen Zusammenhang verdeutlicht dieser Rentenrechner. Die Zahlen beziehen sich auf das aktuelle Rentenniveau im Jahr 2016 von 47,9 %, bzw. auf ein Niveau von schlimmstenfalls 43 %, das im Jahr 2030 droht.

Erläuterungen

  • Die „Rente“ ist eine komplexe und komplizierte Materie. Um sie verständlich zu machen, wird mit diesem Rentenrechner eine vereinfachte Darstellung gewählt: Auf ein Hochrechnen eventueller Renten- und Einkommenssteigerungen sowie eine Berücksichtigung der Inflationsrate in der Zukunft wird bewusst verzichtet, da diese Annahmen zu unwägbaren Ergebnissen führen würden.
  • Bei allen Rechenbeispielen wird der Durchschnittsverdienst des Jahres 2016 aller Versicherten von 36.267 € bei Vollzeit (= 38 Wochenstunden) und ein Abzug für Kranken- und Pflegeversicherung von 11 % zugrunde gelegt. Die individuell anfallende Steuer muss hiervon dann noch abgezogen werden.
  • Rund 15,2 Millionen der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten – also knapp die Hälfte der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten – verfügen laut aktueller Beschäftigungsstatistik des Statistischen Bundesamtes für 2015 über ein monatliches Bruttoarbeitsentgelt bis 2.500 Euro. Rund 11,1 Millionen - das sind 33,4 Prozent - verfügen über ein monatliches Bruttoarbeitsentgelt unter 2.000 Euro.
  • Bei heute geltendem gesetzlichen Rentenniveau in Höhe von 47,9 % nach Abzug der anteiligen Sozialversicherungsbeiträge bleiben einem Beschäftigten, der 40 Jahre lang versicherungspflichtig gearbeitet und stets 2.500 Euro brutto pro Monat verdient hat, eine gesetzliche Rente von 897 Euro.
  • Bei einem monatlichen Bruttoverdienst von 2.000 Euro würde eine Beschäftigte nach 40 Beitragsjahren bei heutigem gesetzlichem Rentenniveau rund 720 Euro Rente erhalten. Da rund ein Drittel der Beschäftigten über kein höheres Einkommen verfügt, sind diese Personen bereits heute von Altersarmut bedroht – erst Recht, wenn das gesetzliche Rentenniveau in Zukunft weiter sinkt.