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Immer mehr arme Alte

Bundesverband der Tafeln verzeichnet steigende Zahl bedürftiger Rentner

Der Bundesverband der Tafeln, die an mehr als 900 Tafeln an Bedürftige Lebensmittel ausgeben, schlägt Alarm. Studierende, Flüchtlinge, Alleinerziehende – Menschen, die auf Essensausgabestellen angewiesen sind, gibt es in weiten Teilen der Gesellschaft. Die Tafeln rechnen aber zudem mit immer mehr bedürftigen Rentnern. Bis 2030 werde eine große Zahl von Seniorinnen und Senioren auf die Essensausgabestellen zukommen, sagte der Bundesvorsitzende Jochen Brühl am 28. März 2017 in Potsdam. Brühl forderte mehr politisches Engagement gegen Armut: „Das Thema Verteilungsgerechtigkeit muss auf die Agenda.“

Die Tafeln zeigen verdeckte Armut auf

Schon jetzt zählten zu den Tafel-Besuchern auch immer mehr Rentnerinnen und Rentner, die zum Teil weiter arbeiten und trotzdem auf die Hilfe der Tafeln angewiesen seien, sagte Brühl. Auch Familien mit mehreren Kindern, Alleinerziehende, Studierende, Flüchtlinge und Menschen, die nach dem Verlust des Arbeitsplatzes vor großen Problemen stehen, seien auf die Tafeln angewiesen. Die Einrichtungen seien ein Seismograph, so Brühl, und zeigten auch verdeckte Armut auf.

2016 bekamen 1,5 Millionen Menschen Lebensmittelspenden

Die erste Tafel wurde 1993 in Berlin zur Unterstützung Obdachloser gegründet. 2016 seien von den Tafeln bundesweit mehr als 1,5 Millionen Menschen mit Lebensmittelspenden versorgt worden, sagte Brühl. Damit nehme zwar nur ein Teil der Armen das Angebot in Anspruch. Die Zahlen seien dennoch „alarmierend“. Bundesweit gibt es laut dem Bundesverband rund 930 Tafeln mit 2.000 Ausgabestellen und mehr als 60.000 freiwilligen Helfern.

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Foto/Grafik: DGB

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